#79309 - 08/02/2005 02:44
Re: Genetik: gonosomal rezessive Vererbung, Gelbwange
[Re: Rosmary]
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Kommen wir nun zum letzten gonosomal rezessiv vererbten Farbschlag, der Gelbwange. Zur Gelbwange gleich vorab ein Wort - dieser Farbschlag wird nicht nur gonosomal rezessiv vererbt, sondern er gehört (außer dominantem Silber) zum einzigen Farbschlag, der zusätzlich autosomal dominant vererbt (dominant gegenüber der Wildfarbe). Bei Silber gibt es auch noch einen autosomal rezessiven Erbgang, aber dazu später mehr, wenn wir uns der autosomalen Vererbung widmen. Bei der Gelbwange wird, anders als zuvor bei den Zimtern nicht der Farbstoff Eumelanin verdünnt (dort das grau), sondern vielmehr das Psittacin - davon fehlt der orangene Anteil. Nymphensittiche zeigen orange nur an den Wangenflecken, bei der Gelbwange sind daher diese Wangenflecken nicht mehr orange, sondern stattdessen intensiv gelb gefärbt. Daher auch der Name... <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Hier ein Foto von der Gelbwangenhenne der Schlümpfe: Sunny ist zusätzlich gescheckt, aber das übersehen wir mal wieder geflissentlich (ebenso wie den rosanen Schnabel, der ebenfalls durch die Scheckung zustande kommt) - man sieht auf dem Foto aber deutlich den ausgebleichten Wangenfleck, aufgrund dessen die Gelbwangen eben Gelbwangen heißen. Von einem Gelbwangenhahn habe ich leider kein Foto. Bei der gonosomal rezessiv vererbten Form des Farbschlages Gelbwange beschreibt man die Hähne mit XG XG, die Hennen mit XG Y. Das Gen für Gelbwangen unterliegt sehr selten einem Crossover, weshalb hier keine Doppelmutationen besprochen werden. Grüße, Barbara
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Das Schönste was es auf der Welt gibt, ist ein leuchtendes Gesicht. [Albert Einstein]
Ich weiß nicht, was der Schlüssel zum Erfolg ist - aber der Schlüssel zum Mißerfolg liegt darin, daß man es allen recht machen will. [Bill Cosby]
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#79310 - 08/02/2005 02:49
Re: Genetik: gonosomal rezessive Vererbung - wir sind durch!
[Re: Rosmary]
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Registriert: 30/06/2003
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Hallo zusammen,
nun haben wir also alle Farbschläge kennengelernt, die gonosomal rezessiv vererben.
Was meint ihr? Wollt ihr noch ein paar Übungsbeispiele (und wenn ja was? - Kreuzungsschemen, Benennung,...), oder sollen wir gleich mit der autosomalen Vererbung weitermachen?
Sind noch Fragen aufgetaucht?
Es ist übrigens auch jeder Kursteilnehmer eingeladen, Übungen für die anderen zu erstellen und zu erklären, wenn man einzelne Dinge schon verstanden hat, zu denen von anderen noch Fragen kommen. Ihr könnt hierzu auch gerne Beispiele aus dem Forum aus der Rubrik Farbschlagbestimmung, Geschlechtsbestimmung aufgreifen - so wie wir uns eben Marions Küken und Claudias Hahn angeschaut haben.
Grüße, Barbara
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#79311 - 08/02/2005 07:42
Re: Genetik: Doppelmutiation, gonosomal rezessiv, Bsp. Lutinogeperlt
[Re: ]
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Sorry, das ich hinterher hinke. <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/heulen.gif" alt="" />
Aber mir fehlt halt mehr als ein kompletter Tag und schliesslich ist das kein Rennen. Macht nichts, Andreas... hast recht - ist kein Rennen, daher sagte ich im Eingangsposting: bitte protestieren, falls es zu schnell geht, oder auch falls es zu langsam voran geht. Und - fragen, fragen, fragen, wenn irgendwas nicht klar ist. Nur aus Fehlern kann man lernen. Grüße, Barbara
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#79312 - 08/02/2005 07:43
Re: Genetik: gonosomal rezessive Vererbung - wir sind durch!
[Re: Rosmary]
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Master
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Beiträge: 395
Ort: <kempten
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hallo barbara
in deutschland gibt es bisher keine dominanten gelbwangen sondern nur die geschlechtsgebunde variante. die silber gibt es dafür soviel wie nimmer in rezessiv, dafür aber ein paar wenige in dominant.
lg meo
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viele grüße meo
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#79313 - 08/02/2005 07:47
Re: Genetik: gonosomal rezessive Vererbung - wir sind durch!
[Re: MeoM]
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Registriert: 30/06/2003
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hallo barbara
in deutschland gibt es bisher keine dominanten gelbwangen sondern nur die geschlechtsgebunde variante. die silber gibt es dafür soviel wie nimmer in rezessiv, dafür aber ein paar wenige in dominant.
lg meo Danke für den Hinweis @Meo. Ich bin derzeit in den USA - da gibt es alle Farbschläge (und meiner Meinung nach auch die besten Genetik- und Farbschlaginfos). Und da die sicher auch nach Deutschland rüberschwappen werden, werde ich auch der Vollständigkeit halber alle in den Kurs reinnehmen. Aber für die Schlümpfe ist es sicher interessant zu wissen, daß ihre Gelbwange dann gonosomal rezessiv sein muß - und das ist auch wichtig für andere deutsche Gelbwangen-Nymphen, die im Forum auftauchen, falls Fragen zu Nachzucht,... kommen sollten. Grüße, Barbara
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#79314 - 08/02/2005 09:34
Re: Genetik: gonosomal rezessive Vererbung - wir sind durch!
[Re: Rosmary]
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Huhu Barbara,
Was mich noch interessieren würde, wie sieht das bei Kopffleckschecken aus? Oder fallen die nicht unter gonosomal? Ansonsten ist soweit alles klar, glaub ich!!! <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/rolleyes.gif" alt="" />
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#79315 - 08/02/2005 10:36
Re: Genetik: gonosomal rezessive Vererbung - wir sind durch!
[Re: Rosmary]
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Professor
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Registriert: 27/03/2003
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Ort: Karlsruhe
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Huhu Babs,
ich fänd es toll, wenn wir noch ein paar Übungen machen könnten, die Aufgabe mit dem Küken und der unbekannten Mutter fand ich zum Beispiel gut (Ich habe ein Küken, bin mir bei einem Elternteil nicht 100% sicher und das Andere kenn ich gar nicht). Da ich ja immernoch Hennen mit Hennen paare und meinen Hähnen drei X-Chromosome gebe, fände ich aber Benennungsaufgaben gut. Und zwar in die eine Richtung, wo man dann den Phänotyp erkennen muss und auch in die Andere, wo dann der Genotyp genannt werden muss.
Zum Schluss noch ein ganz dickes Lob: Das machst du ganz prima! Der endlose Genetik- und Farbschlagnebel lichtet sich doch zusehends und Spaß machts auch noch! <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/haendeklatschen.gif" alt="" />
LG Frosch
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Grüße vom Schwinge dich hinauf zum Mond Selbst wenn du ihn verfehlst, landest du bei dein Sternen...
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#79317 - 08/02/2005 11:39
Re: Genetik: gonosomal rezessive Vererbung - wir sind durch!
[Re: coeur]
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Registriert: 04/03/2003
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Ort: Neuberg Hessen
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[color:"blue"] Uta ich versuche mal den Anfang : f= Falbe XG = Gelbwange G = dominante Gelbwange XL = Lutino pa= Pastellkopf XP = Perlung s = Schecke Si = dominantes Silber si = rezessives Silber W = Weißkop N = Wildfarbe (Normal) XZ = Zimt [/color] Wildfarben vererbt immer dominant (autosomal und gonosomal). Bei der gonosomalen Vererbung schreibt man immer X dazu, um zu kennzeichnen, daß über Gonosomen vererbt wird. Man schreibt, da "klar" ist, daß wildfarben immer dominant ist, nicht XN(ormal) sondern nur X. Alle gonosomalen Mutationen vererben rezessiv gegenüber der Wildfarbe. Da man das weiß, schreibt man inkonsequenterweise die Mutation hier nicht klein, sondern XL(utino) groß zusammen mit dem X. Ein wildfarbener heterozygoter Hahn wäre also X XL - man sagt wildfarben, Spalt Lutino. Bei der autosomalen Vererbung gibt es rezessive und dominante Mutationen. Dominant sind Silber und Gelbwange, alle anderen sind rezessiv. Hier halten wir uns an das erlernte Prinzip, rezessive Merkmale klein und dominante groß zu schreiben. Zu einem einzelnen autosomalen Gen Weißkopf (w) wird dann als Paar immer ein N (Normal) ergänzt. [color:"blue"] Zitat von Babs Seite 3 dieses Threads <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Hilft Dir das? [/color]
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#79318 - 08/02/2005 12:01
Re: Genetik: gonosomal rezessive Vererbung - wir sind durch!
[Re: coeur]
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Professor
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Ort: Karlsruhe
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Huhu Uta, schau mal hier , da hat Babs eine Tabelle mit den Abkürzungen eingestellt und auch gleich noch dazugeschrieben, wie die Farbschläge vererbt werdne. Meintest du sowas? LG Frosch
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