#79359 - 11/02/2005 21:48
Re: Genetik, autosomal rezessive Vererbung, Pastellkopf
[Re: coeur]
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Registriert: 30/06/2003
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Hallo Uta,
ich weiß im Moment nicht, wie ich das umformulieren soll... ich finde es eigentlich recht logisch. <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/rolleyes.gif" alt="" />
Vielleicht wird es aber beim Üben klarer... Sprechen wir nachher erstmal Schritt für Schritt eine Übung zu Pastellköpfen durch und gucken, ob Du es dann verstehst, ok?
Oder vielleicht kann jemand, der es nachvollziehen kann, versuchen einfacher zu erklären.
Grüße, Barbara
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Das Schönste was es auf der Welt gibt, ist ein leuchtendes Gesicht. [Albert Einstein]
Ich weiß nicht, was der Schlüssel zum Erfolg ist - aber der Schlüssel zum Mißerfolg liegt darin, daß man es allen recht machen will. [Bill Cosby]
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#79361 - 11/02/2005 23:04
Re: Genetik, autosomal rezessive Vererbung, Pastellkopf
[Re: Astrid]
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Bachelor
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Oh Gott, ist das kompliziert...! Ich habe mir gerade missmutige Faucher eingefangen, als ich unsere Piepmätze einen nach dem anderen mit der Taschenlampe ausgeleuchtet habe... Gibt es denn dann eigentlich Zimter mit rosa Füßchen und rosa Schnabel und braunen Augen?????? Bzw. wie sieht da der genetische Code aus???? Unser Albinohahn müsste doch, korrigiert mich, wenn ich wieder mal falsch verstanden habe, XL XL ww sein, oder??? Er hat jedenfalls rote Augen, rosa Schnabel und rosa Füßchen. Spalt in s oder ganz ss kann er dan aber trotzdem sein, oder??? *verzweifelt reinguck* Du machst das wirklich super Rosemary,... aber ich hatte mir das doch irgendwie leichter vorgestellt <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Du bist um deine Geduld wirklich beneidenswert!!! <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/meinemeinung.gif" alt="" /> Spalt in schieß-mich-tot, XL XP gibt wildfarben... da ist ne Kurvendiskussion mit dritter Ableitung ein echter scheiß gegen <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/hammeraufkopf.gif" alt="" />
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Liebe Grüße Nina
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken!
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#79363 - 11/02/2005 23:19
Re: Genetik, autosomal rezessive Vererbung, Pastellkopf
[Re: maxi25]
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Registriert: 30/06/2003
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Ich habe mir gerade missmutige Faucher eingefangen, als ich unsere Piepmätze einen nach dem anderen mit der Taschenlampe ausgeleuchtet habe... Gibt es denn dann eigentlich Zimter mit rosa Füßchen und rosa Schnabel und braunen Augen?????? Bzw. wie sieht da der genetische Code aus???? Reinerbige Zimter mit rosanen Füßen und rosa Schnäbel nicht, nein. Die Füße sind heller grau als bei Wildfarbenen, aber sie sind grau. Aber wie wir anhand der Kopffleckschecken gesehen haben, kommt Spalt gescheckt teilweise durch. Das sieht man an den Flecken am Kopf und auch an den rosanen Füßen... Bei N1 sieht man es zum Beispiel sehr deutlich (sowohl Kopfflecken als auch Füße): Die Ausprägung der Flecken und der Füße ist unterschiedlich... Parsiphal beispielsweise sieht ganz normal wildfarben aus, obwohl auch er Spalt in Schecke ist. Dein Zimter wird einfach XZXZ Ns sein - vermute ich mal. So jedenfalls kann man die Füße und auch den Schnabel erklären. Falbe hast Du jedenfalls keinen, wenn er wirklich braune Augen hat. Sind die Augen jedoch rot, ist es ein Falbe (wirklich gut sieht man die rote Farbe der Augen eh nur bei Küken - bei älteren Vögeln sehen die Augen meist dunkler aus). Grüße, Barbara
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#79364 - 11/02/2005 23:27
Re: Genetik, autosomal rezessive Vererbung, Pastellkopf
[Re: Rosmary]
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So, und nun nochmal zu dem Pastellkopf.
Bei den Gonosomen hatten wir doch auch mehrere Farbschläge, die auf dem X-Chromsom zu finden sind... und da kam von Uta kein "hö". Pastellkopf ist nicht viel anders - es sitzt eben auf dem gleichen Autosomenpaar wie Weißkopf. Der einzig wirkliche Unterschied ist, daß Pastellkopf über Weißkopf dominiert... also daß paw nicht Spalt in Pastellkopf, Spalt in Weißkopf ist, sondern eben ein Pastellkopf, Spalt in Weißkopf, weil die Pastellkopffarbe dominiert und damit durchkommt. So wie bei Nw eben das wildfarben durchkommt, kommt bei paw Pastellkopf durch.
Pastellkopf ist eh die einzige bekannte Mutation, die sich autosomal ein Chromosomenpaar "teilt". Also nicht verzweifeln... schwerer wird es nicht mehr. Crossingover ist bei Pastellkopf nicht bekannt, also muß man sich dort auch über Doppelmutation keine Gedanken machen. Wir üben das noch und dann versteht es hoffentlich jeder.
Außerdem fehlen eh nur noch 1 1/2 Farbschläge, ihr habt es also bald hinter euch und hoffentlich neben einer Menge grauer Haare auch eine Menge Spaß gehabt (und vielleicht auch bißchen was dazugelernt).
Grüße, Barbara
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#79365 - 11/02/2005 23:37
Re: Genetik, autosomal rezessive Vererbung, Pastellkopf
[Re: Rosmary]
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Beiträge: 4172
Ort: Frankreich
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Hallo Babs, meine Haarfarbe ist schon weiß <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Nein, Spaß beiseite, ich hab viel Spaß dabei gehabt und hab ihn immer noch und gelernt hab ich ne Menge <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Nur manchmal vergess ich halt wer über wen dominiert und was rezessiv ist und wie dann die ganzen Abkürzungen richtig als "Vogel" heißen.....aber ich bemüh mich <img src="http://www.tiernetzwerk.de/images/graemlins/wink.gif" alt="" />. Jedenfalls klasse wie Du das machst "Schlappen ab"...dafür gibt's nen dicken Knuddler Liebe Grüße coeur
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Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben wie durchsonnt sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet. A. de Saint-Exupéry
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#79366 - 11/02/2005 23:46
Re: Genetik, autosomal rezessive Vererbung, Pastellkopf
[Re: coeur]
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Registriert: 30/06/2003
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Nur manchmal vergess ich halt wer über wen dominiert und was rezessiv ist... Dominant... das ist das Stichwort... bisher war an Mutationen alles rezessiv (mit der kleinen Pastellkopfausnahme) - nun schreib ich euch kurz noch die zwei dominanten autosomalen Mutationen rein und dann sind wir fertig - zumindest in der Theorie... üben sollten wir glaube ich dann schon noch ein klitzekleines bißchen, damit alles auch richtig sitzt am Ende. Grüße, Barbara
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#79367 - 12/02/2005 00:49
Re: Genetik, autosomal rezessive Vererbung, Pastellkopf
[Re: Rosmary]
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Professor
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Registriert: 27/03/2003
Beiträge: 5381
Ort: Karlsruhe
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Huhu Babs,
also ich finde, du hast das mit den Pastell-Nymphen sehr gut erklärt, für mich ist das einleuchtend.
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Grüße vom Schwinge dich hinauf zum Mond Selbst wenn du ihn verfehlst, landest du bei dein Sternen...
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#79368 - 12/02/2005 02:00
Re: Genetik, autosomal dominante Vererbung, Silber
[Re: frosch]
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Registriert: 30/06/2003
Beiträge: 2768
Ort: Dreiländereck D/CH/F
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Dominates Silber vererbt, wie der Name schon sagt, im Gegensatz zu dem bereits behandelten Farbschlag "rezessives Silber" dominant - über ein Autosomenpaar. Auch dominantes Silber liegt auf einem eigenen Autosomenpaar, weshalb es in Kombination mit den anderen bekannten autosomal vererbenden Farbschlägen auftreten kann. Man sagt dominantes Silber, um eindeutig vom autosomal rezessiv vererbenden Silber unterscheiden zu können. Beim dominanten Silber ist ebenso wie beim rezessiven Silber der Gefiederfarbstoff Eumelanin (grau, braun) nur noch stark verdünnt vorhanden. Dadurch erhält man silbrig-graue Nymphensittiche. Nymphensittiche, die dem Farbschlag dominantes Silber angehören, haben im Gegensatz zu den Vögeln des Farbschlages rezessives Silber (rote Augen, rosa Füße, Krallen und Schnäbel) graue Schnäbel, Füße und Krallen und dunkle Augen. Sie haben wie die meisten anderen Farbschläge auch gelbe Masken und orangene Wangenflecke (die Hennen wieder silbergrau überhaucht). Nymphensittiche des Farbschlages dominantes Silber sind "gesünder" - das Problem des Letalfaktors, das wir bei den rezessiven Silbernen haben, tritt hier nicht auf. Deshalb wird in Deutschland inzwischen nur noch mit dominantem Silber gezüchtet, rezessives Silber wird nicht mehr ausgestellt. Die Mutation dominantes Silber ist noch recht neu und daher sind die Vögel noch sehr teuer. Worin unterscheidet sich nun dominantes Silber von rezessivem Silber? Wenn man mal von den augenscheinlichen Merkmalen der Augen, Füße, Krallen und des Schnabels absieht? Wenn man alleine die Vererbung betrachtet? Nun, der Name ist Programm. Dominantes Silber ist die erste bekannte Mutation, die dominant vererbt (inzwischen gibt es auch noch dominante Gelbwange - diese Vögel sind aber bisher nur in den USA zu erwerben). Sprachen wir beim rezessiven Silber (und allen anderen bisher bekannten Mutationen), wenn nur ein Gen vorhanden war (also bei Nsi) immer von "Spalt in", so sprechen wir beim dominanten Silber, wenn wir nur ein Gen haben von "einfaktorig"; einfaktorige dominant Silberne Vögel sind im Phnötyp ganz klar von Wildfarbenen zu unterscheiden. Hat der Vogel zwei Gene der Mutation dominantes Silber, ist er entsprechend "zweifaktorig" oder "doppelfaktorig". Nun treffen mit Wildfarben und Silber zwei dominante Farben aufeinander. Was bedeutet das? Nun - wir befinden uns (wie auch beim Dunkelfaktor) im intermediären Erbgang. Das heißt, daß das einfaktorige Silber farblich eine Mischung aus dem dominanten Grau der Wildfarbe und dem Silber des dominanten Silbers ist (sogenannte Kodominanz). Man findet wie auch bei der japanischen Wunderblume oder der Vererbung der Blutgruppen beide Merkmale im Phänotyp. Das heißt man erhält einen Vogel, der als Grundfarbe ein mit Silber überhauchtes Grau hat. Die Vögel haben wie gesagt eine gelbe Maske und orangene Wangenflecken, graue Füße, Krallen und Schnäbel und dunkle Augen. Bei Hennen und Hähnen ist der Nackenbereich etwas dunkler gefärbt als der Rest des Körpers.  Bei zweifaktorigen oder doppelfaktorigen dominanten Silbernen ist diese Mischung (aus Silber und Wildfarbe) nicht mehr gegeben. Das heißt man entzieht sozusagen "zweimal" Eumelanin, weshalb diese Vögel natürlich viel heller silbrig sind, als die einfaktorigen. Sie wirken eher weißlich-silbrig als grau-silbrig. Zweifaktorige Silberne haben ebenso wie die Einfaktorigen graue Füße, Krallen und Schnäbel, dunkle Augen, gelbe Masken und orangene Wangenflecken. [color:"blue"] Dominantes Silber vererbt autosomal dominant und auf einem eigenen Autosomenpaar, die Abkürzung ist Si. Großgeschrieben, um eindeutig vom rezessiven Silber (si) zu unterscheiden und klarzumachen, daß die Vererbung dieses Farbschlages dominant (bzw. kodominant) ist. Der Gencode für einen einfaktorigen dominanten Silberhahn ist XX NSi, für eine einfaktorige dominante Silberhenne entsprechend XY NSi. Der Gencode für einen zweifaktorigen (doppelfaktorigen) dominanten Silberhahn ist XX SiSi, für eine zweifaktorige (doppelfaktorige) dominante Silberhenne entsprechend XY SiSi. [/color] Grüße, Barbara PS: Richtig "schick" aber in Deutschland vermutlich noch sehr teuer sind dominante Silberweißköpfe. Das leicht glänzende Silber der Körperfedern sieht in Kombination mit dem weißen Kopf vor allem bei den zweifaktorigen dominanten Silberweißköpfen sehr edel aus. Ich habe hier mal einen gesehen - erinnerte farblich an ein silber-metallic Auto. Leider habe ich auch von einem dominanten Silberweißkopf kein Foto.
Bearbeitet von Stan (15/02/2005 19:39)
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Registriert: 24/02/2005
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